(Bild: IFW Hannover)

OPTIMIERUNG VON KERAMISCH GEBUNDENEN SCHLEIFWERKZEUGEN

Schleif- und Poliermittel

Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover hat ein neues Forschungsprojekt gestartet, das das Potenzial hat, die Herstellung und Leistung von keramisch gebundenen Schleifwerkzeugen deutlich zu verbessern. Im Fokus des Vorhabens steht die Untersuchung der komplexen Zusammenhänge zwischen Rohstoffeigenschaften, den einzelnen Schritten im Herstellungsprozess und dem Einsatzverhalten der Schleifwerkzeuge.

Keramisch gebundene Schleifwerkzeuge spielen eine entscheidende Rolle in zahlreichen industriellen Anwendungen. Besonders die Fähigkeit zur Selbstschärfung, bei der die Werkzeuge schneidfreudig bleiben, ohne dass zusätzliche Abrichtzyklen erforderlich sind, ist von großer Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit im Einsatz. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung der Nebenzeiten und optimiert die Effizienz.

Die durch das IFW initiierte Untersuchung wird systematisch die gesamte Prozesskette der Schleifwerkzeugherstellung analysieren. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, wie die Auswahl der Rohstoffe – insbesondere Bindung und Kornspezifikation – zusammen mit dem Sinterprozess die finalen Werkzeugeigenschaften bestimmt. Durch dieses methodische Vorgehen erhoffen sich die Forschenden, die Effekte des Herstellungsprozesses präzise auf das Einsatzverhalten zurückführen zu können.

 „Wir streben danach, die wissenschaftlichen Grundlagen zur Herstellung hochleistungsfähiger Schleifwerkzeuge zu schaffen und somit den Weg für eine wissensbasierte Produktion zu ebnen“, erläutert das IFW-Mitarbeiter Thomas Geschwind. „Wir sind zuversichtlich, dass die Forschungsergebnisse nicht nur ein tieferes Verständnis zur Optimierung des Schleifprozesses liefern werden, sondern auch weitreichende positive Auswirkungen auf die industrielle Fertigungstechnik haben könnten.“

Verfasst von Thomas Geschwind, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen

Weitere Informationen: https://www.ifw.uni-hannover.de/de/