In weniger als drei Wochen eröffnet die NORTEC – Fachmesse für Produktion – vom 3. bis 5. Februar in Hamburg ihre Tore. Besucherinnen und Besucher erwartet ein umfangreiches, vielfältiges Programm zu aktuellen Themen aus der Produktionsbranche.
Fachmesse für Produktion im Überblick: Zahlen und Fakten
Alles unter einem Dach: In Halle A4 der Hamburg Messe erwarten Besucherinnen und Besucher 170 ausstellende Unternehmen aus dem In- und Ausland auf rund 8.347 Quadratmetern. Damit bietet die NORTEC vielseitige Einblicke in die gesamte Fertigungskette – von der Zerspanung bis zur digitalen Automation. Mehr als 40 Programmpunkte zeigen auf der NORTEC 2026 in Fachforen, Live-Demos und praxisnahen Workshops einen kompakten Überblick über die Technologien, Trends und Impulse für das voranstehende Produktionsjahr. Zwölf Programm- und Netzwerkpartnerschaften aus Wissenschaft und Praxis repräsentieren von innovativer Forschung bis zur industriellen Anwendung das starke Netzwerk der norddeutschen Produktionsbranche auf der NORTEC 2026. Mit der Paul Horn GmbH ist 2026 erstmals ein Unternehmen als „Prime Industry Partner“ an Bord und unterstützt die NORTEC als verlässlicher Partner der produzierenden Industrie.
Produktion intelligenter gestalten: Simulationsforum und BME-Einkäufertag
Die Zukunft der Produktion ist auch digital: „Simulation, KI und Metaverse“, unter diesem Motto steht in diesem Jahr das 23. Norddeutsche Simulationsforum, organisiert vom CAE-Forum. „Simulation ist gestern, heute und morgen ein zentraler Innovationstreiber der Produktionsbranche“, betont Dirk Pieper, Initiator und Moderator des CAE-Forums. Das Forum zeigt praxisnahe und zukunftsweisende Anwendungen der Simulation für produzierende Unternehmen. „Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie digitale Methoden von FEM bis Prozesssimulation konkrete industrielle Herausforderungen lösen. Ziel des CAEForums ist es, einen unabhängigen, branchen- und softwareübergreifenden Wissenstransfer zu fördern, Netzwerke zu stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis aktiv voranzubringen“, so Pieper weiter. Die Beiträge reichen von der Entwicklung neuer FEM-Solver über frequenzoptimierte Komponenten für Großforschungsanlagen bis hin zu innovativen Umformprozessen und numerischen Analysen im Luftfahrtkontext. Die Teilnehmenden erhalten fundierte Einblicke, wie Simulation Effizienz, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in der industriellen Produktion stärkt.
Künstliche Intelligenz als Treiber
Unter dem Titel „Supply Chain Intelligence – Die Zukunft materialbasierter Entscheidungen mit KI“ steht der diesjährige BME-Einkäufertag im Zeichen datenbasierter Entscheidungsfindung. In einer Zeit, in der Lieferketten komplexer werden und Volatilität zum Alltag gehört, zeigen Expertinnen und Experten anhand konkreter Beispiele, wie Künstliche Intelligenz Transparenz schafft und Risiken frühzeitig erkennbar macht. Prof. Dr. Thomas Andreßen, BME Hamburg/Schleswig- Holstein, erklärt: „Künstliche Intelligenz ermöglicht Unternehmen zunehmend Material-, Markt- und Lieferantendaten ganzheitlich zu analysieren und mit Qualitätsdaten zu verknüpfen. Dadurch sind Preisrisiken, Engpässe und Alternativen frühzeitig sichtbar: Entscheidungen in Einkauf werden deutlich schneller, fundierter und smarter getroffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres BMEEinkäufertages auf der NORTEC erleben konkrete Praxisbeispiele und Einsatzmöglichkeiten für das eigene Unternehmen.“ Ein Highlight im Programm des BME-Einkäufertages ist am 5. Februar um 10:00 Uhr der Praxisbericht von Airbus: Unter dem Titel „Cleared for takeoff – Künstliche Intelligenz in der Supply Chain: Use Cases bei Airbus“ stellt Dr. Jens Heidrich, Senior Manager Supply Chain Conformance bei Airbus, konkrete Fälle aus der Luftfahrtindustrie vor. Für den BME-Einkäufertag ist eine Vorab-Anmeldung bis 1. Februar erforderlich: Anmeldung

Stimmen aus der Praxis: Innovationen für die Produktion
Welche praxisnahen Lösungen und Innovationen bringen die ausstellenden Unternehmen zur NORTEC? Ob Zerspanung, Automatisierung oder Start-Up – auf der Messe zeigen Unternehmen, wie Produktion effizienter, digitaler und nachhaltiger wird. Für den Bereich Zerspanung und Werkzeugmaschinen nimmt ZCC Cutting Tools erstmalig an der Messe teil. Martin Sprung, Manager Marketing & Business Development ZCC Cutting Tools, betont: „ZCC Cutting Tools Europe nimmt erstmalig an der NORTEC teil, weil wir diese Messe als wichtige Plattform der produzierenden Industrie in der Region sehen und der Ansicht sind, dass sich die Messe für den persönlichen und gezielten Austausch mit Entscheidern aus Industrie, Mittelstand und Handwerk (wieder) etablieren wird.“ Der Schwerpunkt liegt auf der zerspanenden Fertigung: „Als Partner der Industrie sind wir seit Jahrzehnten für die Optimierung von Prozessen und die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der zerspanenden Fertigung u.a. in der Luft- und Raumfahrt, der Energie-, Öl- und Gas- sowie der Schiffbauindustrie tätig. Auch deshalb bringen wir selbstverständlich unsere aktuellen Innovationen mit nach Hamburg, u.a. die neuen PANGU-Schneidstoffsorten. Wir blicken mit großer Erwartung auf die kommenden Messetage und freuen uns auf inspirierende Gespräche, neue Kontakte und gemeinsame Schritte in Richtung Zukunft der Produktion.“ Das Unternehmen Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG blickt optimistisch auf den Messestart in Hamburg. Franz Wappler, Geschäftsführender Gesellschafter der Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG, betont: „NORTEC heißt für uns: Effizienz live erleben. Mit der DNX 2100S von DN-Solutions zeigen wir ein modernes Dreh- /Fräszentrum für die 6-Seiten-Komplettbearbeitung.“ Die erste deutsche Fachmesse für Produktion in 2026 ist „der perfekte Rahmen, um mit Kundinnen und Kunden aus Norddeutschland über zukunftssichere Fertigung und Automatisierung zu sprechen“, führt Wappler fort. Auch junge Unternehmen setzen auf der NORTEC wichtige Impulse für die Fertigungsbranche. So präsentiert sich die REFACTUM GmbH als innovatives Startup für die Produktion. Mithilfe ihrer Lösung können Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie leitende Personen aus der Fertigung bis zu 70 Prozent der Teile automatisiert kalkulieren. Jesko Hermann, Co-Founder REFACTUM GmbH, erklärt: „Moderne Fertigung darf nicht an langsamer Angebotserstellung, Schätzfehlern und manueller Arbeitsvorbereitung scheitern. Wir wollen, dass sich Fertigungsbetriebe wieder auf das konzentrieren können, was sie am besten können: produzieren.“ Zudem hilft das Start-up, negative Deckungsbeiträge durch Fehkalkulationen zu vermeiden und so die Erfolgsquote von Angeboten zu steigern, weil überhöhte Sicherheitspuffer überflüssig werden. Auf die Frage, was ihn antreibt, beschreibt Hermann: „Die Zerspanung ist für uns weit mehr als nur ein Industriezweig. Sie ist das Rückgrat des deutschen Mittelstands und damit ein zentraler Pfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke. Präzision, Qualität und Verlässlichkeit ‚Made in Germany‘ entstehen genau hier.“
Über die NORTEC und ihr Programm
Produktion. Innovation. Zukunft. Als Fachmesse für Produktion bietet die NORTEC in Hamburg alle zwei Jahre eine Plattform für die Industrie. Angebotsschwerpunkte sind Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge, Mess- und Prüftechnik, Robotik und Automation, Software- und IT-Lösungen, Bauteile, Baugruppen, Zubehör, Betriebsmittel und Verbrauchsmaterialien, Logistik und Betriebsausrüstung sowie Dienstleistungen. Die Messe wird gemeinsam von der Messe Stuttgart und dem VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) veranstaltet. Das finale Programm der 20. Ausgabe der NORTEC finden Sie online unter: Programm NORTEC


